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Chronische Schmerzen & Gehirn

Chronische Rücken- und Nackenschmerzen neu verstehen und behandeln 

Viele Menschen leiden unter Rückenschmerzen, obwohl MRT oder Untersuchungen keine eindeutige Ursache zeigen. Moderne Neurowissenschaften zeigen, welche Rolle Gehirn, Nervensystem, Stress und Schmerzverarbeitung dabei spielen können.
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Orientierung

Worum geht es auf dieser Seite:

  • warum chronische Rücken- und Nackenschmerzen häufig nicht durch strukturelle Schäden erklärt werden können

  • weshalb MRT-Befunde Schmerzen oft nicht vollständig erklären

  • welche Rolle Gehirn, Stress und Schmerzverarbeitung spielen können

  • warum Beschwerden trotz Therapien bestehen bleiben können

  • und welche Möglichkeiten moderne Mind-Body-Medizin bietet, chronische Schmerzen besser zu verstehen und gezielt zu beeinflussen.

Warum chronische Rücken- und Nackenschmerzen oft bestehen bleiben

Chronische Rücken- und Nackenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden überhaupt. Viele Betroffene haben bleibende Schmerzen trotz Physiotherapie, Bewegung oder unauffälliger MRT-Befunde.

Beschwerden im Nacken, oberen oder unteren Rücken können sehr belastend sein. Häufig zeigt die ärztliche Untersuchung jedoch keine schwerwiegende strukturelle Ursache.

Die gute Nachricht:
Moderne Forschung zeigt, dass chronische Nacken- und Rückenschmerzen häufig mit der Verarbeitung im Gehirn zusammenhängen – und dadurch gezielt beeinflusst werden können. Diese Art der Schmerzen nennt man dann nozi- oder neuroplastisch, also durch das Gehirn verursacht.

Sind meine Schmerzen neuroplastisch?

  • Wiederkehrende oder anhaltende Rücken- und Nackenschmerzen

  • Beschwerden ohne klare Ursache im MRT

  • Schmerzen trotz verschiedener Therapieversuche

  • Stress oder Belastung verstärken die Symptome

  • Gefühl, dass „nichts gefunden wird“, obwohl Schmerzen bestehen

  • Starke emotionale Belastung durch das Schmerzgeschehen

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Warum ein MRT Rückenschmerzen nicht immer erklären kann

Veränderungen wie Bandscheibenvorwölbungen sind weit verbreitet – oft auch bei Menschen ohne Beschwerden. Ein MRT-Befund allein erklärt daher nicht immer die Ursache der Schmerzen.

Bildgebende Verfahren wie MRT zeigen häufig Veränderungen an der Wirbelsäule – auch bei völlig beschwerdefreien Menschen.

Studien zeigen, dass viele Menschen Bandscheibenveränderungen oder degenerative Veränderungen aufweisen, ohne Schmerzen zu haben. Gleichzeitig leiden andere Menschen unter starken Beschwerden, obwohl die Bildgebung keine eindeutige Ursache zeigt.

Das bedeutet nicht, dass der Schmerz „eingebildet“ ist.
Der Schmerz ist real – doch die Ursache liegt nicht immer im Gewebe selbst.

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Welche Rolle das Gehirn und damit das Nervensystem bei chronischen Rücken- und Nackenschmerzen spielt

Häufig spielt bei chronischen Rücken- und Nackenschmerzen das Gehirn beziehungsweise das Nervensystem eine zentrale Rolle.

Man spricht von „noziplastischem Schmerz“ – Schmerzen, die durch eine veränderte Verarbeitung im Gehirn entstehen und nicht durch akute Gewebeschäden erklärt werden können.

Das Gehirn kann mit der Zeit empfindlicher reagieren und Schmerzsignale verstärken – selbst dann, wenn keine akute Verletzung oder strukturelle Ursache mehr vorliegt.

Stress, Angst, emotionale Belastungen oder anhaltende Alarmzustände im Körper können diesen Prozess zusätzlich beeinflussen.

Was kann die Beschwerden verstärken?

  • Anhaltender Stress

  • Angst und negative Erwartungen

  • Schon- oder Vermeidungsverhalten

  • (Ängstliche) Fehlinterpretation von Körperempfindungen

  • Emotionale Belastungen

  • Dauerhafte innere Anspannung

Wissenschaftliche Erkenntnisse

Studien zeigen, dass die große Mehrheit der chronischen Rücken- und Nackenschmerzen keine eindeutige strukturelle Ursache haben. In einigen Studien waren dies 80-90 % aller Patienten.

Forschungen von Schubiner, Clarke sowie Ashar und Gordon belegen, dass Schmerzen durch zentrale Prozesse im Gehirn entstehen und gezielt beeinflusst werden können.

Moderne Therapieansätze setzen daher direkt an diesen Mechanismen an.

Wichtig ist immer eine sorgfältige ärztliche Abklärung zum Ausschluss struktureller Ursachen.

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Was bedeutet das für Sie?

Wenn chronische Rücken- und Nackenschmerzen nicht ausschließlich durch Gewebeschäden erklärt werden können, eröffnet das eine wichtige Perspektive:

Das Gehirn und damit das Nervensystem ist veränderbar.

Genau hier setzt die Mind-Body-Medizin an.
Sie betrachtet Schmerzen nicht isoliert als Defekt im Körper, sondern berücksichtigt die Wechselwirkungen zwischen Gehirn, Nervensystem, Stress, Emotionen, Erfahrungen und Schmerzverarbeitung.

Das Ziel ist nicht, Schmerzen „wegzudenken“.


Es geht darum, die Prozesse hinter chronischen Beschwerden besser zu verstehen und das Gehirn Schritt für Schritt aus dem dauerhaften Alarmzustand herauszuführen.

Viele Betroffene erleben dadurch wieder mehr Sicherheit im eigenen Körper, mehr Beweglichkeit und eine spürbare Reduktion ihrer Schmerzen. In manchen Fällen können Beschwerden sogar vollständig zurückgehen.

Ihre Begleitung

Dr. Susanne Schröder

Ich begleite Menschen mit chronischen Beschwerden auf Basis moderner Erkenntnisse aus Neurowissenschaft, Schmerzmedizin und Mind-Body-Medizin.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur der Schmerz selbst, sondern das Verständnis der Prozesse, die chronische Beschwerden im Gehirn und damit im Nervensystem aufrechterhalten können.

Ziel ist es, Zusammenhänge verständlich zu machen, Sicherheit zurückzugeben und individuelle Wege aufzuzeigen, wie chronische Schmerzen und Symptome positiv beeinflusst werden können.

Dr. Susanne Schröder

Dr. med. Susanne Schröder

Fachärztin für Anästhesie
Mind-Body-Medizin
Naturheilverfahren

Wie ich behandle

Rückenschmerzen "verlernen" – geht das?

SCHRITT

01

Verstehen

Analyse Ihrer Beschwerden und möglicher Zusammenhänge zwischen Gehirn, Nervensystem, Stress und Schmerzverarbeitung.

SCHRITT

02

Einordnen

Verständliche Erklärung der Prozesse im Gehirn und Nervensystem.

SCHRITT

03

Verändern

Individuelle Strategien zur nachhaltigen Schmerzreduktion mithilfe evidenzbasierter Techniken der Mind-Body-Medizin.

Was Sie erwartet

15-minütiges Informationsgespräch bei Bedarf

Es besteht die Möglichkeit eines kurzen Informationsgesprächs in der Praxis oder als Videosprechstunde zur ersten Orientierung.

Individuelle Einschätzung Ihrer Beschwerden

Die Behandlung orientiert sich an Ihrer persönlichen Situation und berücksichtigt sowohl körperliche als auch nervensystembezogene Faktoren.

Erstgespräch (60 Minuten)

Im Erstgespräch werden Ihre Beschwerden, der bisherige Krankheitsverlauf sowie mögliche Zusammenhänge ausführlich betrachtet. Es erfolgt eine detaillierte medizinische Einordnung der Beschwerden.

Begleitung über mehrere Termine

Chronische Beschwerden entwickeln sich meist über längere Zeit. Ziel der Begleitung ist es, Prozesse verständlich zu machen und nachhaltige Veränderungen zu unterstützen. Der Zeitraum ist hierbei individuell sehr unterschiedlich und wird von Ihnen mit gestaltet.

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Aktuelle Forschungsergebnisse nutzen, um Schmerzen/Symptomen anders zu begegnen 

Möchten Sie Ihre chronischen Rückenschmerzen besser verstehen und neue Wege im Umgang mit Schmerzen entdecken?

Dann vereinbaren Sie gerne ein Erstgespräch.

Fragen & Antworten

Literaturauswahl (Auszug)

  1. Jensen MC et al. Magnetic resonance imaging of the lumbar spine in people without back pain. N Engl J Med (1994).

  2. Borenstein DG et al. The value of MRI of the lumbar spine to predict low-back pain. J Bone Joint Surg Am (2001).

  3. Ashar YK, Gordon A, Schubiner H et al. Pain Reprocessing Therapy vs Placebo and Usual Care. JAMA Psychiatry.

  4. WHO. Low Back Pain Fact Sheet.

  5. RKI (2021). Rückenschmerz und Nackenschmerz in Deutschland.

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